Camogli
Die wunderschöne Stadt Camogli liegt in der Mitte von Golf Paradiso an der Riviera di Levante etwa 30 Km von Genua. Die Stadt nimmt seinen Namen von Camulio, dem etruskischen Gott der Krieg. Die älteste Spuren von Siedlungen im Gebiet Camogli wurden seit kurzer Zeit auf dem Vorgebirge von Portofino entdeckt: diese Überreste stammen aus der prähistorischen Zeit und zeigen, dass die alte Einwohner sich mit Fischerei und Jagd beschäftigten.
Immer im selben Gebiet wurden auch einige Funde aus der römischen Zeit gefunden.
Das Leben der Einwohner von Camogli ist seit immer mit dem Meer verbunden: die ersten Zeugnisse stammen aus dem Jahr 1000, als die Stadt, die von religiösen Glut sowie von Eroberungswünschen bewegt wurde, mit seinen Schiffen zu den ersten Kreuzzügen teilnahm. Während des ganzen nächsten Jahrhunderts kämpfte Camogli zusammen mit Genua gegen die anderen Seerepubliken und im Jahr 1191 hat man dem ersten Dokumente über den Hafen von Camogli.
In dem folgenden Jahrhundert die Seemacht von Camogli steigerte und erreichte es seine Blütezeit im 16. Jahrhundert, als der Hafen vergrössert und befestigt wurde.
Während der napoleonischen Zeit gehörte Camogli zum franzosischen Kaiserreich, das die ganze Republik von Genua eroberte, und in dieser Zeit erreichte Camogli seinen sowohl militärischen als auch Handels-Höhenpunkt.
Camogli ist jetzt bekannt für seine typische ligurische Schönheit, die von kleinen Gassen zwischen bunten Häusern, von einer unendlichen Serie von kleinen Fenstern am Meer und über dem Dorf gemacht ist.
Wer besichtigt Camogli kann nicht das berühmte Fischfest, die zwischen der erste und der zweite Woche von Mai. Dieses Fest ist zu San Fortunato, dem Patron der Fischer gewidmet, und in der Nacht werden riesige Feuer anzündet: am nächsten Morgen backt man den Fisch in einer sehr grossen Pfanne (die 26 Doppelzentner wiegt und einen Durchmesser von 3,8 Meter hat).
Ein anderes Merkmal von Camogli ist die Fischerflotte, die auf den Beginn der Sommer zeigt, als sie die Netze aufwirft.
Punta Chiappa
Punta Chiappa ist der Name des vulkanischen Vorgebirges, das das Golf des Tigullio und das Golf Paradiso trennt. Diese wunderbare "Terrasse" am Meer ist durch einen Wanderweg von San Rocco di Camogli in ca. einer Stunde erreichbar.
Der grösste Teil des Weges erstreckt sich die engen typischen Gassen entlang (die sogenannte "Creuze").
Mitte der strecke liegt das kleine Dorf von San Nicolò mit der gleichnamigen aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche.
Man geht durch Olivenhaine und Agrumenpflanzungen weiter, um das Meer zu erreichen, wo man das Dorf von Punta Chiappa findet. In der Vergangenheit war diese Ortschaft sehr wichtig für seine mit Fischerei verbundene wirtschaftliche Bedeutung. Noch heute ist es möglich, die Fischerboote zu sehen und ein touristisches Boot zu nehmen. In Punta Chiappa kann man auch einen Restaurant und ein kleines Hotel finden.
Nach dem Dorf erreicht man das Vorgebirge, wo in klaren Tagen das Panorama Genua erreicht.
San Fruttuoso
Die Abtei von San Fruttuoso ist mit dem Boot von Portofino oder zu Fuß durch die Wanderwege, die vom Dorf das Vorgebirge entlang abfahren. So ist es möglich, zu verstehen, wie schwierig war, in den vergangenen Jahrhunderten die Abtei zu erreichen.
Die zahlreichen historischen Anmerkungen über die Gründung der Abtei sind sehr widersprechend: einige Quelle erzählen, dass im 3. oder 4. Jahrhundert die Jünger des Märtyrers Fruttuoso seine irdische Reste in dieser Abtei von Spanien überführten, aber diese Informationen sind wenig glaubwürdig. Wahrscheinlich stammt die Überführung aus dem 10. Jahrhundert, als die ältesten Teile der Abtei, die eine Griechische Ursprung hat, gebaut wurden.
Der Rest der Abtei wurde im 11. Jahrhundert gebaut und weitere Änderungen wurden während der folgenden Jahrhunderte von den Benediktinern, die hier wohnten, gemacht.
Die Familie Doria, zu der die Abtei gehörte, baute die restlichen Teile, wie der Turm auf der östlichen Seite.
Seit dieser Zeit geht die Geschichte der Abtei ruhig weiter, dann begann sein Verfall und 1915 nach einer Überschwemmung einen Teil der Kirche einfiel.
Der italienische Staat wollte die Abtei restaurieren und 1983 die Familie Doria schenkte sie dem F.A.I (Fondo per l’ambiente italiano), der noch jetzt sie leitet.
Inder Bucht vor der Abtei befindet sich die eindrucksvolle Statue des Christus der Tiefe: diese Statue war eine Idee eines Tauchers, Duilio Mercante, der so ein Freund, der hier stirbt, erinnern wollte. Sie wurde mit Medaillen, Schiffteilen, Kanonen und Glocken geschmiedet und das Ergebnis war eine 2,5 Meter hohe Statue, die ein Christus mit geöffneten Armen nach oben darstellt. Die Statue liegt ungefähr 17 Meter unter Wasser seit 1954.
Am Ende Juli findet eine Zeremonie mit der Segnung des Wassers statt, um die Verstorben am Meer zu erinnern und einige Taucher erreiche die Statue um einen Lorbeerkranz abzulegen.
Santa Margherita Ligure
Santa Margherita Ligure wurde “ein eleganter Salon in der Riviera di Levante” genannt. Größer als Portofino oder Camogli, liegt die Stadt etwa 40 Km von Genua in einer wunderschönen Bucht. Santa Margherita ist ein berühmter Badeort mit einem eingerichteten kleinen Hafen.
Die erste historische Quelle, die über Santa Margherita „Pescino“ spricht, stammt aus dem 12. Jahrhundert: es gab in der Vergangenheit zwei bestimmten Dörfer: Pescino und Corte. Santa Margherita war jahrhundertenlang Lehen der Familie Fieschi, dann wurde bis zum 18. Jahrhundert von der Republik von Genua beherrscht. Die zwei Viertel, die Jetzt heißen San Giacomo und Santa Margherita, wurden 1812 von Napoleon vereinigt, und die Stadt wurde Porto Napoleone genannt. Die Einheit dauerte wenig: nach dem Fall des napoleonischen Kaiserreiches wurde die Stadt noch mal in zwei Teile geteilt bis 1863, als der König Vittorio Emanuele II vereinigte die Stadt mit dem Namen Santa Margherita Ligure.
Die Stadt ist typisch, mit seinen Gassen, die sich durch bunte Häuser schlängeln, und mit der dichten Vegetation, die Luxusvillen versteckt.
Verpassen Sie nicht eine Besichtigung von Santa Margherita während des Frühlingsfestes, das seit 30 Jahren am letzten Wochenende vor dem 21. März stattfindet. Man bietet den Gästen kleine Pfannkuchen für den ganzen Tag auf der Seepromenade „Ghiaia“, und am Abend werden grosse Feuer am Strand anzündet.
Zwischen Portofino und Santa Margherita befindet sich das kleine Dorf von Paraggi, das den Gästen einen kleinen goldenen Strand bietet.
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